Faszienrolle oder Faszienstab? So triffst du die richtige Wahl

Faszienrolle oder Faszienstab? So findest du das richtige Hilfsmittel für dein Faszientraining

Welches Hilfsmittel ist das Richtige für mein Faszientraining?

Verspannter Nacken nach einem langen Tag im Büro? Harte Muskeln nach dem Training? Oder einfach das Gefühl, dass dein Körper etwas mehr Aufmerksamkeit verdient? Wenn diese Themen dir bekannt vorkommen, dann bist du bestimmt auch schon über das Faszientraining gestolpert. Vielleicht geht es dir wie vielen anderen und du hast sogar schon eine Faszienrolle zu Hause - doch die verstaubt eher, statt regelmäßig zum Einsatz zu kommen.

Faszienstäbe könnten neuen Schwung in dein Faszientraining bringen. Auch wenn diese praktischen Alltagshelden keine neue Erfindung sind, bleiben sie doch ein Geheimtipp. Ob Anfänger oder Profi - mit diesem Ratgeber findest du heraus, welches Hilfsmittel besser zu dir passt.

Warum Faszientraining mit Hilfsmitteln?

Keine Frage: Auch ohne Hilfsmittel kannst du deinen Muskeln und Faszien Gutes tun. Dehnübungen und federnde Bewegungen halten dein Gewebe geschmeidig. Doch Produkte wie eine Faszienrolle unterstützen dich, dein Training effektiver zu gestalten.

Stell dir dein Bindegewebe wie einen Schwamm vor. Vollgesaugt mit Abwasser. Frisches Wasser aufzunehmen klappt erst, wenn du den Schwamm auspresst. In deinem Bindegewebe sammeln sich Abfallprodukte des Stoffwechsels. Durch die Rollmassage regst du den Abtransport dieser an und frische Nährstoffe können besser aufgenommen werden. So baust du Verspannungen ab, wirst beweglicher und unterstützt die Muskelerholung.


Eine Auswahl von Faszienprodukten: Faszienrolle, Faszienbälle, Faszienstab

Wie finde ich das passende Faszientool?

Das wichtigste Kriterium für den Kauf eines passenden Hilfsmittels bist du selbst. Faszientraining entfaltet seine Wirkung über längere Zeit - eine einmalige Anwendung wird kaum Veränderung bringen. Daher ist es wichtig, ein Werkzeug zu finden, das wirklich zu dir passt. Wie viel Freude du an deiner Faszien-Routine hast, hängt zu großen Teilen auch von der Wahl deiner Hilfsmittel ab. Wir stellen dir hier 3 Faktoren vor, auf die du bei der Auswahl achten solltest.

Faktor #1: Deine Ziele

Was möchtest du mit dem Faszientraining erreichen? Obwohl die beiden Hilfsmittel sich in ihrer Wirkweise nicht unterscheiden, kann man doch grob in zwei Anwendungsbereiche unterscheiden:

  • Sport & Regeneration: Wenn du nach intensivem Training deine Muskeln lockern willst, ist die Faszienrolle ideal. Durch das Rollen mit dem eigenen Körpergewicht erzielst du einen hohen Druck. Wenn dein Ziel die nächsten Olympischen Spiele sind, dann ist die Intensität der Faszienrolle das Richtige für dich.
  • Entspannung & Schmerzlinderung: Falls du Verspannungen lösen oder Schmerzen im Alltag reduzieren willst, bietet der Faszienstab eine schonendere und gezieltere Anwendung. Den Druck steuerst du dabei selbst. Dieser Alltagsheld vereinfacht es dir, eine tägliche Routine einzuhalten.

Ältere Frau rollt am Boden auf einer Faszienrolle ihre vorderen Oberschenkel

Faktor #2: Dein Körper

Nicht jeder Körper reagiert gleich auf Druck. Bist du eher schmerzempfindlich oder quälen dich bereits steife, schmerzende Muskeln? Dann könnte die Faszienrolle schnell unangenehm werden. Auch Faszienrollen gibt es mit weicher Oberfläche, doch unabhängig vom Material setzt die Anwendung eine gewisse Körperspannung voraus. Das Rollen am Boden erfordert eine gewisse Beweglichkeit und du musst dich oft auf Händen oder Ellenbogen abstützen.

Faszienstäbe können dank der Griffe komfortabel im Stehen oder Sitzen verwendet werden, ohne dass du mit deinem Körpergewicht arbeiten musst. Du bestimmst selbst den Druck und erreichst auch schwer zugängliche Stellen, zum Beispiel die Oberschenkel Vorderseite oder den Nacken.


Frau massiert mit Faszienstab ihre Oberschenkel am Sofa

Faktor #3: Deine Motivation

Das Rollen mit der Faszienrolle fühlt sich oft wie ein eigenes Training an. Es braucht Disziplin und Regelmäßigkeit, um spürbare Ergebnisse zu erzielen. Kein Problem für Leistungssportler: Hier wird ein fester Trainingsplan eingehalten und der Alltag kommt nur selten in die Quere. Auch für die Regeneration sind Zeiten eingeplant. Doch nicht jeder ist ein Profi und der tägliche Trubel macht gute Vorsätze immer wieder zunichte.

Ein Faszienstab ist deutlich unkomplizierter in der Anwendung. Du kannst ihn zwischendurch nutzen – sei es im Büro, auf der Couch oder sogar unterwegs. Dadurch wird die Anwendung alltagstauglicher und es fällt dir leichter, eine Routine zu finden.

"Ich habe styleholz in einer Woche schon öfter verwendet, als meine alte Faszienrolle im ganzen Monat.“ - Lydia K. über ihre neue Routine

Wir empfehlen dir Faszienstäbe, wenn…

  • … du gezielt Verspannungen im Alltag lösen möchtest - ohne dafür am Boden turnen zu müssen.
  • …du eine schonende Methode zur Schmerzlinderung suchst und die Intensität der Massage selbst bestimmen willst.
  • … du eine einfache Methode suchst, die du auch zwischendurch anwenden kannst - zum Beispiel im Büro oder beim Fernsehen.
  • … du Schwierigkeiten hast, dich mit einer Faszienrolle am Boden abzustützen oder genug Körperspannung aufzubauen.

Mann hält zwei Faszienstäbe von styleholz

Was macht einen guten Faszienstab aus?

Wenn du dich für einen Faszienstab entscheidest, solltest du auch dabei einige Punkte beachten. Ein guter Faszienstab erfüllt im Allgemeinen folgende drei Anforderungen: hochwertiges Material, passende Länge und Durchmesser, sowie eine gewisse Flexibilität.

Plastik ist zwar günstig in der Herstellung, doch nicht unbedingt das ideale Material für deine tägliche Wellness-Routine. Deutlich geeigneter sind natürliche Rohstoffe wie Holz. Holz bietet eine angenehm warme Oberfläche und ist ein echter Hautschmeichler. Allerdings erfordert die Verarbeitung von Holz auch viel Expertise, um eine perfekte Oberfläche zu erreichen. Deshalb empfehlen wir vor dem Kauf über den Hersteller zu recherchieren.

Die Länge und der Durchmesser des Faszienstabs sollten so gewählt werden, dass du die gewünschten Körperbereiche gut erreichen kannst. Ebenfalls wichtig ist eine gewisse Biegsamkeit, sodass der Stab sich an deine Körperkonturen anpasst.

Wusstest du?

Der große Durchmesser vieler Faszienrollen ist nicht unbedingt von Vorteil. Tatsächlich ermöglichen Rollen mit kleinerem Druchmesser eine gute Tiefenwirkung bei weniger Druck. So wie ein spitzer Nagel leichter in Holz eindringt, als ein stumpfer.

Vergleichstabelle Faszienrolle und Faszienstab

Fazit: Faszienrolle oder Faszienstab?

Die Faszienrolle ist in vielen Fitnessstudios zu finden, und das nicht ohne Grund. Sie eignet sich hervorragend für Sportler, die nach dem Training ihre Muskeln bearbeiten und ihre Beweglichkeit verbessern möchten.

Du sitzt viel am Schreibtisch oder stehst lange auf den Beinen? Dann ist ein Faszienstab oft die bessere Wahl. Er ermöglicht eine gezielte Selbstmassage, ohne dass du dich auf den Boden legen musst. Den Druck bestimmst du selbst.

Gerade am Anfang ist es wichtig, ein Hilfsmittel zu verwenden, welches dir erlaubt, dich auf deinen Körper zu konzentrieren, ohne viel über die Übung selbst nachzudenken. Langsam sammelst du so immer mehr Erfahrung und irgendwann wirst du merken: Faszienrolle und Faszienstab schließen sich nicht aus. Tatsächlich ergänzen sie sich die beiden hervorragend und ermöglichen dir, dein Faszientraining abwechslungsreich und individuell zu gestalten.

Wofür wirst du dich entscheiden? Auf jeden Fall, vergiss nicht: Es geht darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun und deine Lebensqualität zu steigern! Womit du das erreichst, ist zweitrangig.

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